Zukunftsvision Web-3-D
Seminar: Zukunftsvision Web-3-D

Aktuelles

  • Die Vorbesprechung für dieses Seminar findet am Mo, 29.10.2007 14:30h im Raum Berlin des FZI-Forschungszentrum Informatik (Haid-und-Neu-Str. 10-14) statt.
  • Voranmeldungen für dieses Seminar sind ab sofort möglich. Dazu wenden Sie sich bitte per E-Mail an Stephan Stathel.
  • Die verbindliche Themenvergabe erfolgt während der Vorbesprechung.
  • Dieses Seminar wird als Blockveranstaltung durchgeführt.


Inhalt

Derzeit lassen sich verschiedene Entwicklungstrends im Internet erkennen. Der Hype um Second Life zeigt, dass sich das Internet in Zukunft um eine 3-dimensionale Komponente erweitern wird und die Grenzen zwischen Spiel und Business verschwimmen werden. Außerdem ist derzeit erkennbar, dass unternehmensinterne Prozesse feingranularer in Form von Diensten gekapselt werden. Diese Modularisierung wird es in Zukunft erlauben, Dienste nicht nur intern sondern auch extern anzubieten (Business-Web), sowie diese durch Kombination verschiedener Web-Dienste zu konfigurieren. Des Weiteren spielt die Verteilbarkeit von Applikationen und Prozessen eine wichtige Rolle bei der effizienteren Auslastung bestehender Hardware. Die Modularisierung wird es auch ermöglichen, Applikationen nicht nur auf leistungsstarken Einzel-/Parallelrechnern auszuführen, sondern in sogenannten Computer-Grids zu betreiben.

Seminarbetreuer:

Dipl.-Inform.Wirt Benjamin Blau
Dipl. Inform.-Wirt. Tobias Conte
Dr. Clemens van Dinther
Dr. Carsten Holtmann
Dipl. Inform.-Wirt. Felix Kratzer
Dipl. Inform.-Wirt. Stephan Stathel




Termine

  • 29.10.2007 14:30-15:30 Uhr  Seminarvorbesprechung am FZI

  • 04.12.2007 14:00-17:00 Uhr  Zwischenpräsentation am FZI

  • 29.01.2008 13:00-18:00 Uhr  Abschlusspräsentation am FZI.


Seminarmodalitäten

Allgemeine Hinweise zu Seminaren am Lehrstuhl für Informationsbetriebswirtschaftslehre

Seminararbeiten

Hinweise Ablauf und Bewertung (pdf)
Hinweise zur Form der Seminararbeiten
Themenübersicht

In diesem Seminar sollen diese Trendthemen aufgegriffen und zu einer Zukunftsvision "Web-3D" vereint werden. Dazu werden bspw. folgende Seminarthemen angeboten:
Mögliche Themen:
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  1. Entwicklung und Umsetzung eines Sicherheitskonzeptes für ein SecondLife-Web-Integrations-Framework.
    Am FZI entsteht derzeit eine Framework, das es ermöglicht von Second Life aus Dienste eines Internet-Servers aufzurufen. Bisher geschieht die dazu notwendige Kommunikation ungesichert. Ziel der Arbeit ist es, geeignete Verschlüsselungsverfahren zu finden und diese in das Framework zu integrieren.
    Betreuer: Felix Kratzer
    Status: noch nicht vergeben

  2. Erstellung eines Konzepts zur Modellierung von nicht-funktionalen Service-Eigenschaften in einer Web-Service-Umgebung.
    Die Entwicklung von Web-Services zielte bisher auf die Bereitstellung von festgelegter Funktionalität zu statischen Preisen ab. Heutige wirtschaftliche Anforderungen treiben mehr und mehr die Kommerzialisierung von Web-Services. Dies hat zur Folge, dass Services sowohl stark konfigurierbar und individualisierbar werden als auch deren Bepreisung dynamisch erfolgt. Hieraus ergeben sich neue Herausforderungen in Bezug auf die Beschreibung ihrer Eigenschaften aus technischer und wirtschaftlicher Sicht. Ziel der Arbeit ist die Erstellung eines Konzepts zur Beschreibung von nicht-funktionalen Eigenschaften von Services.

    • Umfassende Literaturrecherche zu state of the art Service-Beschreibungssprachen und Modellierung von nicht-funktionalen Service-Eigenschaften
    • Analyse der Vor- und Nachteile existierender Sprachen und Konzepte
    • Erstellung eines eigenen Konzepts zur Modellierung und Aggregation von nicht-funktionaler Service-Eigenschaften

    Betreuer: Benjamin Blau
    Status: noch nicht vergeben

  3. Service Brokerage.
    Das Angebot an (Web) Services ist groß und wird immer unüberschaubarer. Ein reiner UDDI-Ansatz zur Registrierung von Services zeigt Schwächen. Ein (ggf. als Web Service implementierter) Brokers ist eine alternative Möglichkeit, das finden von Dienstangeboten zu verbessern. Allgemein gesprochen hat ein Broker die Aufgabe, Angebot und Nachfrage zusammenzubringen. Ziel dieser Arbeit ist es:
    1. Einen umfassenden Literaturüberblick über bisherige Broker-Ansätze und -Plattformen zu geben und diese zu vergleichen
    2. Eine Broker-Architektur vorzuschlagen und Eigenschaften eines Brokers herauszuarbeiten
    3. Den Mehrwert bzgl. eines UDDI-Ansatzes herauszuarbeiten und abzuschätzen
    Betreuer: Clemens van Dinther
    Status: noch nicht vergeben

  4. Agenten und Avatare.
    In Internetspielen wie 2nd-Life werden die Nutzer durch Avatare repräsentiert. Dabei werden diese durch den Nutzer gesteuert. Bislang wurden schon einige Vorschläge gemacht, wie Agenten die Arbeit (z.B. Service-Komposition) im Web erleichtern können. Regelmäßig treten im Rahmen der "Trading Agent Competition" künstliche Agenten an, um bestimmte Aufgaben zu erfüllen (z.B. Reisebuchung) und dabei den am besten agierenden Agenten zu ermitteln.
    Ziel dieser Arbeit ist es,
    1. einen Überblick über die Funktionalitäten verschiedener TAC-Agenten zu geben und zu diskutieren
    2. zu recherchieren, welche Dienste von SW-Agenten (z.B. TAC-Agenten) tatsächlich im Internet verfügbar sind, diese ggü. zu stellen und zu analysieren
    3. die Möglichkeiten der Kombination von Avataren mit der diskutieren Agentenfunktionalität vorzunehmen.
    Betreuer: Clemens van Dinther
    Status: noch nicht vergeben

  5. Information Broker.
    Die Menge an Information, die im Web erhältlich sind, erschwert oftmals die schnelle Suche. Die Idee des semantic web zeigt, wie Informationen durch Anreicherung mit Kontext verbessert werden können. Im web 2.0 wird gezielt auf die kollektive Bearbeitung in communities gesetzt, um Inhalte zu erzeugen und zu verbessern. Die zentrale Frage ist, wie in einer neuen Generation Internet diese verschiedenen Ideen verknüpft werden können.
    Ein Information Broker, der mit Hilfe semantischer Technologien (z.B. Text Mining) in der Lage ist , Informationen gezielter aufzubereiten, könnte eine Weiterentwicklung darstellen. Ziel dieser Arbeit ist es, die Idee eines Information Brokers zu evaluieren (Literaturrecherche) und die Verknüpfung verschiedener Ansätze aufzuzeigen. Eine Referenzimplementierung eines einfachen Information Brokers könnte diese Arbeit krönen.
    Betreuer: Clemens van Dinther
    Status: noch nicht vergeben

  6. Collaborative Tools in Web 3.0.

    In dieser Seminararbeit werden neue Kooperationsformen zwischen Unternehmen untersucht. Nach erfolgter Adaption von SOA in den Unternehmen ist der nächste logische Schritt Prozesse, z.B. in einer Supply Chain, unternehmensübergreifend zu choreographieren. Es soll ein Überblick über vorhandene Kooperationswerkzeuge und Tools erstellt werden, welche mittels eines Kriterienkatalogs vergleichbar gemacht werden können. Weiterhin sollen Anforderungen an die kommende Generation von kollaborativen Tools in Unternehmensnetzwerken abgeleitet werden.
    Betreuer: Stephan Stathel
    Status: vergeben

  7. Wikinomics.
    Kollaboration und Co-Creation fordern bestehende Konzepte heraus. Der Trend scheint unaufhaltsam in Richtung Value Business Networks und massive Einbindung des Kunden zu gehen. Letztes soll in diesem Thema betrachtet werden. Kundenintegration kann vielfältig sein. Neben Geschäftsmodellen, in denen die Nutzer-Community praktisch den einzigen Wert des Unternehmens bildet, wird der Kunde als sog. Prosument zunehmends bewusst in die Leistungserstellung eingebunden. Dies kann sowohl bei physischen Produkten als auch auf Service-Ebene (Google-Nutzer in ihrer 'ständigen' Rolle als Tester) beobachtet werden.
    Aufgabenstellung: Zunächst soll ein State-of-the-Art-Überblick über unterschiedliche bestehende Geschäftsmodelle gegeben werden, für die Kundenintegration einen wichtigen Bestandteil darstellt. Diese Geschäftsmodelle sind je nach Kundenbeitrag zu klassifizieren. Dabei sollen insbesondere auch Geschäfsmodelle in Betracht gezogen werden, in denen Kunden kollaborativ an der Produkt-/Servicegestaltung mitwirken. Abgerundet wird die Ausarbeitung durch eine Einschätzung über den Impact solcher 'Wikinomics' (vgl. Tapscott und Williams 2007: Wikinomics - How Mass Collaboration Changes Everything) auf bestehende Geschäftsmodelle.
    Betreuer: Tobias Conte
    Status: noch nicht vergeben


KIT – University of the State of Baden-Wuerttemberg and National Research Center of the Helmholtz Association